Wissenschaftliche Forschungsrichtungen

Proteolytische Enzyme im Mittelpunkt unserer Forschung.

Unser nächster Schritt: Proteolytische Enzyme und das Lymphsystem
Das Lymphsystem reguliert den Flüssigkeitshaushalt im Interstitium, die Entfernung von Makromolekülen sowie den Transport von Immunzellen. Bei Lymphödemen und Störungen der Lymphfunktion führen eiweißreiche interstitielle Flüssigkeit, Fibrin-/Fibrinogenfragmente und Umbauprozesse der extrazellulären Matrix (Kollagene, Fibronectin, Hyaluronan) zu einer erhöhten Gewebeviskosität und behindern den Lymphfluss. Proteolyse stellt einen wissenschaftlich plausiblen Ansatz dar, das lokale Proteinmilieu zu beeinflussen und den Widerstand bei der Aufnahme und dem Transport der Lymphe zu verringern. Sie muss jedoch präzise erfolgen, um das lymphatische Endothel (LECs) und die Lymphklappen nicht zu schädigen. Deshalb bildet die Kombination aus Trypsin + Chymotrypsin (mit definierter, komplementärer Substratspezifität) das mechanistische Zentrum dieses Ansatzes, während Papain/Bromelain als ergänzende Cysteinproteasen mit breiterem Wirkungsspektrum dienen können. Klinische Untersuchungen befinden sich in Vorbereitung.

Unser nächster Schritt: Proteolytische Enzyme und Intimhygiene
Proteinreiche Sekrete und Exsudate fördern die Anhaftung von Mikroorganismen sowie die Bildung von Biofilmen. Serinproteasen (Trypsin + Chymotrypsin) hydrolysieren proteinhaltige Ablagerungen und Adhäsine und können dadurch deren mechanische Entfernung erleichtern. Chlorhexidin (CHX) ist ein bewährtes Antiseptikum. Mehrere In-vitro-Studien (außerhalb der Gynäkologie) berichten über eine verbesserte Biofilmauflösung, wenn der Anwendung von CHX eine Proteasebehandlung vorausgeht oder sie begleitet. Dies entspricht der Annahme, dass die Auflockerung der Proteinmatrix den Zugang des Antiseptikums zum Biofilm verbessert.

Unser nächster Schritt: Proteolytische Enzyme in topischen Anwendungen
Chronische Wunden enthalten häufig eiweißreiches Exsudat, Fibrinbeläge, denaturierte extrazelluläre Matrix (ECM) sowie die Proteinmatrix von Biofilmen. Diese Bestandteile erhöhen die lokale Viskosität, erschweren die Diffusion und reizen das umliegende Gewebe. Kontrollierte Proteolyse stellt einen wissenschaftlich plausiblen Ansatz dar, diese Proteinbelastung zu reduzieren und die Matrix aufzulockern – direkt im Wundbereich, um eine schonende Reinigung zu erleichtern, und indirekt im Wundumfeld, um die lokale Hygiene sowie das Mikroklima zu verbessern, das eine gesunde Mikrozirkulation unterstützt. Die Einwirkung der Enzyme muss jedoch hinsichtlich Dosierung und Einwirkzeit präzise kontrolliert werden, um einen übermäßigen Abbau von vitalem Gewebe zu vermeiden, die Granulation und die epidermale Barriere zu erhalten sowie die Integrität der Kapillaren zu schützen. Die Kombination aus Trypsin + Chymotrypsin (mit definierter, komplementärer Substratspezifität) bleibt das mechanistische Zentrum dieses Ansatzes.

Unser nächster Schritt: Mikrobielle Produktionsplattform
Die mikrobielle Produktion stellt den nächsten vielversprechenden Schritt in der Weiterentwicklung proteolytischer Enzyme dar. Im Vergleich zur traditionellen Gewinnung aus tierischen oder pflanzlichen Quellen bieten mikrobielle Systeme das Potenzial für eine strengere Prozesskontrolle, klar definierte Fermentationsbedingungen, eine verbesserte Chargenkonsistenz sowie eine skalierbare Produktion unter genau charakterisierten Herstellungsbedingungen. Aus biochemischer und technologischer Sicht eröffnet dies den Weg zu präziser abgestimmten Proteaseprofilen, einer effizienteren nachgelagerten Verarbeitung und einer noch transparenteren Kontrolle von Aktivität, Reinheit und Stabilität.

Bei enzymbasierten Produkten ist der Produktionsursprung niemals ein neutraler Faktor. Er beeinflusst nicht nur die Ausbeute, sondern auch die Vergleichbarkeit, Reproduzierbarkeit und analytische Charakterisierung des Endprodukts. Eine mikrobielle Produktionsplattform bietet daher einen besonders attraktiven Rahmen für die zukünftige Entwicklung von Enzymen – einen Rahmen, in dem Identität, Aktivität und Verarbeitungsbedingungen der Proteasen von den frühesten Produktionsschritten bis zur endgültigen Freigabe kontrolliert werden können. Für Wald Biotech ist dies nicht nur eine Frage der Herstellung, sondern Teil unseres umfassenden Engagements für Präzision, Rückverfolgbarkeit und Enzymtechnologien der nächsten Generation.

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